Sonntag, 22. Januar 2012

Vereinsleben










Zum Ende des vergangenen Jahres haben sich der Vereinsvorstand und einige aktive Reiter gemütlich zusammengesetzt und Neuerungen für das kommende Jahr besprochen. Pferdegerechte Trainingsregeln wie ein intensives Aufwärmen von Pferd UND Reiter sowie eine grundsätzlich positive Einstellung dem Pferd gegenüber bei ALLEN Einwirkungen auf das Pferd wollen wir im Jahr 2012 festigen. Das Reittraining wird auf Wunsch vieler Reiter verstärkt dressurmäßig ausgerichtet.

Dann verging die Zeit schnell und unser traditionelles Neujahrsreiten fand statt. Wir gestalten jede Vereinsfeier neu und auch dieses Mal hatten die Reiter eine neue Aufgabe zu lösen. Während des Reitens musste mit Kreide ein Bild auf eine Tafel gezeichnet werden, Zwei - und Vierbeiner wurden recht lustig festgehalten. Unser jüngster Nachwuchsreiter durfte noch im Schritt, alle anderen konnten im Trab künstlerisch aktiv werden.
Ansonsten gab es noch Ringstechen und Geschicklichkeitsreiten mit Bällen. Da offensichtlich die Teilnehmer gut ins neue Jahr gerutscht sind, war die Stimmung prima und alle hatten gutes Gelingen während der Ritte.

Ich wünsche allen weiterhin das, was uns am ersten Tag des Jahres vergönnt war: möglichst ganzjährig prima Stimmung, gutes Gelingen bei allen Vorhaben und allzeit guten Ritt.
Liebe Grüße
Ines

Dienstag, 13. Dezember 2011

Zeigt her Eure Zähne!





Auch Pferden schlägt ab und zu die Stunde der Zahnbehandlung, in diesem Fall durch die Pferdezahnpflegerin Jutta Biermann aus Neuss. All unsere Pferde wie auch die Gastpferde hielten die Vorgehensweise dieser Frau für so vertrauenswürdig, dass sie Maulgatter und ausgiebiges Zahnraspeln ohne Sedierung über sich ergehen ließen.
Im Bild ist Sabrina während der Zahnstanduntersuchung und die Maulhöhle von Ignaz, wo als Besonderheit der erste Backenzahn oben links ganz fehlt. Der gegenüberliegende Zahn ohne Gegenspieler muss von Menschenhand regelmäßig gekürzt werden.

Blogzusammenlegung

Liebe Leser,
bitte wundert Euch nicht, wir haben der Einfachheit halber den "Reiterblog" mit diesem Blog zusammengelegt und 7 Einträge aus jenem in diesen kopiert.
Jetzt sind die Einträge zeitlich etwas durcheinander und ich hoffe, es stört Euch nicht allzu sehr.

liebe Grüße
Ines

Sonntag, 11. Dezember 2011

Unser Lehrgang "Reiten als Bewußtseinstraining"


Nun will ich beginnen, von unserem Reiterleben zu berichten.
Über Pfingsten fand auf unserer Anlage ein Reitlehrgang unter dem Motto "Reiten als Bewußtseinstraining" statt. Veranstalter war der Reitverein, 6, zeitweise 7 Reiter - sehr unterschiedlich im Alter und in der reiterlichen Ausbildung - nahmen teil mit eigenem oder Kurspferd.
Erklärend möchte ich einfügen, daß alle Reiter, die es wünschen, nach ihrer Grundausbildung eines der Vereinslehrpferde wählen und mit diesem wie mit einem eigenen Pferd weiter trainieren kann in Themenkursen mit 32 Trainingseinheiten in kleinen Gruppen.

Entworfen und geleitet wurde der Lehrgang von mir mit dem Ziel, das Bewußtsein für das Pferd und die Konzentration auf das Pferd während des Reitens zu vertiefen.
Da ich das Fühlen und Emfpinden der Pferde in den relativ kurzen Trainingseinheiten( 45- 60 min) für schwer darstellbar halte, lud ich meine Reiter ein, an 3 Tagen für jeweils ca. 4 Stunden in diese Thematik einzutauchen.

Am Samstag beschäftigten wir uns mit der eigenen Wirkung auf das Pferd und natürlich damit, wie ich dem Pferd Wohlgefühl während des Trainings vermitteln kann.
Am Sonntag übten wir uns darin, die Konzentration des Pferdes ausdauernd bei uns als Reiter und bei der genauen Ausführung unserer Wünsche zu halten.
Der Pfingstmotag war der Lösung von individuellen Problemen der Reiter gewidmet. Wir versuchten, mit den gewonnenen Erfahrungen die bisherigen reiterlichen Grenzen nach oben zu versetzen.

Alle Reiter ließen sich sehr tief und kozentriert auf all diese Themen ein. Alle erreichten für sich und vor allem für ihr Pferd spürbar ein verbessertes Verständnis, mit dem sie feiner und gelassener reiten können.
Da es zuweilen schmerzhaft ist, gewohnte Vorstellungen und Handlungsmuster als hemmend zu erkennen und sich auf neu und fremd anfühlende Taktiken eizulassen, habe ich Hochachtung vor jedem lernenden Reiter, der sich ohne Rücksicht auf eigene Befindlichkeiten ehrlich dem Spiegel stellt, den das eigene Pferd unerbittlich offen vorhält.
In diesem Sinne war der Lehrgang ein großer Erfolg für die Teilnehmer, nicht zuletzt, weil sie sich einander mit ihren Erfahrungen unterstützten.
Auch ich habe wie so oft von meinen Reitern lernen können und danke für ihr Vertrauen.

Natürlich würde ich mich über Meinungen und Erfahrungen zu diesem Lehrgang hier im Blog freuen.

Herzliche Grüße an alle neuen Leser

Ines

Hat Spaß gemacht - unsere erste Vereinsfeier 2010


Anläßlich unserer ersten Vereinsfeier in diesem Jahr am 26. 06. möchte ich die Arbeit unseres Reitvereins etwas näher vorstellen.
Der Verein ist 10 Jahre alt und setzt sich für pferdegerechtes Reiten ein. Im Vordergrund steht der Spass mit dem Pferd.
Mit 7 Schulpferden kann man auch ohne eigenes Pferd erfahren, wie es ist, ein Pferd zu formen. Seit Januar 2009 gibt es Langzeitkurse zu diesem Thema, die aufeinander aufbauen. Inzwischen sind die Beziehung zu den Pferden und das reiterliche Niveau jedes Schulpferdereiters deutlich besser. Die Reiter bekommen mit Sitz und Hilfengebung Werkzeuge in die Hand, pferdefreundlich und zwanglos mit den Pferden umzugehen.
Die Pferde bekommen das wachsende Verständnis "ihrer" Reiter zu spüren und sind seither deutlich zufriedener. Auch Privatpferdebesitzer nehmen mit ihren Pferden an den Kursen teil.

Nach und nach lassen wir hier die einzelnen Kursteilnehmer selbst zu Wort kommen und sich mit ihren Pferden vorstellen.
Bei uns reiten Freizeitreiter, die mitunter aus Spass auch an einem Turnier teilnehmen. Das reiterliche Niveau ist trotzdem hoch: alle unsere Reiter haben an sich den Anspruch, pferdegerecht zu trainieren. Abwechslungsreich mit Bodenarbeit, Longieren, Arbeit an der Hand, Springgymnastik, Geländereiten, Trailaufgaben, Reiterspielen und vor allem mit intensiver Dressurarbeit haben Reiter wie Pferde viel Spaß beim Lernen.

Ziel des Trainings ist es, daß die Teilnehmer sich weitesgehend selbst ein zufriedenes, vertrauensvolles Pferd formen können. Es sollte losgelassen und ausbalanciert seinen Reiter tragen, leichtrittig sein und freudig seinen "Beruf" ausüben. Und schließlich wollen wir ein sehr lang gesund und frisch einsetzbares Pferd formen.
Da dies eine große Kunst ist, Pferde ihre eigenen Vorstellungen vom Leben haben und man als Freizeitreiter ständig aus dieser Materie gerissen wird, ist es natürlich gut, sehr sehr sehr viel Geduld mitzubringen - mit sich selbst und dem Pferd.
Dass es viel Mut braucht, um das eigene Reitergefühl und das Vemögen des Pferdes langsam wachsen zu lassen, haben alle Kursteilnehmer herausgefunden.
Wer schnell eine effektvolle Show mit seinem Pferd hervorbringen möchte, tut sich und seinem Pferd nichts Gutes.

Nichts desto trotz stellen unsere Reiter inzwischen die eine oder andere Show auf die Beine, immer zu den Vereinsfesten.
Dieses Mal ließen sich alle beurteilen beim Longieren und Dressurreiten. Abschließend wurde ein Trailpacour durchritten nach Punkten. Die Ritte wurden nicht miteinander verglichen. Ausgewertet wurde, inwieweit jeder Reiter mit seinem Pferd harmonierte.
Harmonie lag auch in der Luft - und so währte das Fest bei Vollmond bis Mitternacht.

Da wir wirklich zu selten fotografieren beim Reiten und auf Festen, sondern mehr filmen, ist auf diesem Fest fotografisch nicht mehr herausgesprungen als die letzten 3 Bilder. Die anderen Fotos sind Eindrücke unseres Vereinslebens aus der Zeit davor.

Liebe Grüße an alle Leser

Ines
















































Während die Lehrpferde des Reitvereins bereits wochenlang Hauptsaison haben, möchte ich über eine Reitponystute berichten, die auch bereits wochenlang großartig mitarbeitet, allerdings als Korrekturpferd.
Nasty ist eine 9 jährige Rappstute von Nastyboy aus einer Legat - Mutter.

Im April diesen Jahres kam sie 6 Wochen zu uns auf den Hof in Korrekturberitt. Unter dem Reiter zeigte sie starke Anspannung. Taktsörungen und Lahmheiten abwechsend auf drei Beinen, festgehaltene Muskulatur und eilige Bewegungen gaben Anlaß dazu, Nasty zunächst 2 Wochen an der Longe und an der Hand zu arbeiten.

Nebenbei lernte der Besitzer das Verhalten seines Pferdes zu deuten und zu korrigieren. Nasty hat ein wunderbares Vertrauensverhältnis zu ihrem Besitzer. Allerdings schloss sie aus seinem Auftreten, sie sei die Anführerin des Teams und hätte die Verantwortung. Allein davon schien sie überfordert, angspannt und nervös. Durch ausdauernde Bodenarbeit überzeugte der Besitzer sie davon, dass er jetzt anführt. Durch die Abgabe der Verantwortung für "Leib und Leben" entspannte Nasty sich sichtlich im Beisein ihres Besitzers.

Das Aufsitzen versetzte die Stute nach wie vor in große Anspannung. Gehorsam, aber mit extrem festgehaltener Muskulatur trug sie bisher ihren Reiter.
Osteopathische Behandlung, Massagen, Dehnungsübungen und ein vorsichtiger Korrekturberitt in Dehnungshaltung mit Übertreten und leichter Längsbiegung sowie Reiten über Bodenricks brachten mit der Zeit den ersehnten Erfolg. Laut schnaubend ließ Nasty ihre seelische und körperliche Anspannung los, sobald ich aufgesessen war.

Zwei Wochen arbeitete ich mit ihr vom Sattel aus nur im Schritt. Dann kam die Trabarbeit hinzu und bis jetzt bewegt sie sich auch unter ihrem Besitzer sehr oft taktrein.
Nasty lernt sehr schnell und arbeitet gern mit. Sie ist gehfreudig und zur Zeit im Muskelaufbau.
An der Longe kann sie jetzt galoppieren, was vorher für sie nicht möglich war.
Der Besitzer kommt regelmäßig mit seinem Pferd zum Unterricht und beide sind inzwischen offensichtlich sehr glücklich und zufrieden miteinander.


Silvesterparty mit Reitgästen

Inzwischen hat uns der Winter wieder und wie in jedem Jahr feierten wir Silvester mit lieben Reitgästen im Reiterstübchen. Das neue Jahr wurde direkt vor dem Stall begrüßt und die Pferde genossen Mitternachtsnaschereien und Streicheleinheiten von ihren Fans.
Wenn man von der Party auf das Jahr schließt, wird es lustig.
Zumindest lassen wir uns nicht die Hallensaison zu langweilig werden, der viele Schnee ist schließlich auch zu etwas gut. Wir danken unseren "feierwütigen" Reitern für die schönen Stunden und wünschen allen ein wunderbares Jahr 2011!